Geothermische Anlage
Für das Projekt Schaidt-Nord wird eine Thermalwassertemperatur von mehr als 140°C erwartet. Die Temperatur reicht nicht aus, um einen Verstromungsprozess mit Wasserdampf umzusetzen. Die Wärme des Thermalwassers wird nach dem Durchlaufen des Wärmetauschers an ein Arbeitsmedium mit geringerer Siedetemperatur abgebeben. Das auf ca. 55 °C abgekühlte Thermalwasser wird über eine zweite Bohrung wieder in den Untergrund geleitet. Für die Aufrechterhaltung des Thermalwasserkreislaufes soll eine Unterwassertauchpumpe verwendet werden, so dass oberirdisch keine Pumpgeräusche zu hören sein werden.
Zur Verstromung kommen grundsätzlich zwei Binärverfahren in Frage: Der ORC Prozess und der Kalina Prozess. Für den Standort Schaidt-Nord hat sich GeoEnergy auf den ORC Prozess festgelegt, der sicher ist, eine hohe Verfügbarkeit aufweist und in zahlreichen anderen Standorten weltweit seit langem im Einsatz ist. Der Kreislauf ist dem eines Wasserdampfprozesses ähnlich, arbeitet aber mit weit geringeren Temperaturen und Drücken. Dievom Arbeitsmedium im Wärmetauscher aufgenommene Energie wird über einen Turbosatz verstromt. Das Arbeitsmedium wird danach kondensiert und über die Speisepumpe wieder zum Wärmetauscher geführt. Der Turbosatz besteht aus Turbine und Generator. Die Kondensation erfolgt über eine Trockenkühlung.
Für die Geothermische Anlage wird eine Leistung von 4 bis 5 MWel erwartet. Eine genauere Dimensionierung ist erst nach Fertigstellung beiden Tiefenbohrungen möglich. Die elektrische Energie wird ins Mittelspannungsnetz der Pfalzwerke eingeleitet. Die Auskopplung von Wärme ist ebenfalls vorgesehen. Hier ist der genaue Bedarf an Prozesswärme und Gebäudeheizung zu ermitteln. Die Wärmeauskopplung ist ohne nennenswerte Wirkungsgradverluste möglich und daher ökologisch und energiewirtschaftlich sinnvoll. GeoEnergy wird die Wärme zu attraktiven Preisen ab Kraftwerk bereitstellen.
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farbig: geplante Geothermieanlage |

