Geothermie Schaidt: Projektinformation

Die GeoEnergy GmbH aus Karlsruhe plant die Errichtung einer Geothermie-Anlage in Schaidt. Das 2004 gegründete Unternehmen möchte mit dem Betrieb dieser Anlage grundlastfähigen und umweltfreundlichen Strom produzieren sowie auch Wärme zur direkten Nutzung anbieten. Ein hochqualifiziertes und erfahrenes Team arbeitet aktuell an der Realisierung von über zwanzig Projekten in ganz Deutschland. Bereits Anfang 2008 wurden Kontakte zur Gemeinde Schaidt aufgenommen, um die festgestellte Eignung Schaidts als Standort für eine Geothermie-Anlage vorzustellen. Nach positiven Ergebnissen diverser Voruntersuchungen, wie z.B. der geologischen Exploration (genaue Untersuchung der Erdkruste), sicherte man sich die Eigentums- und Baurechte an dem Grundstück am südlichen Ortsrand. Im baurechtlichen Verfahren wurde bereits im August 2009 ein Antrag auf Bauvorbescheid positiv beschieden.

Fakten Geothermie-Anlage Schaidt

Geothermie-Anlage

Fläche:

ca. 6.000 m² Gesamtareal
(wovon das eingehauste
Kraftwerk ca. 450 m²
benötigt)

Geplante Leistung:

4 - 5 Megawatt elektrisch
(= elektrische Leistung)
Baubeginn: 4. Quartal 2011
Bohrbeginn: ca. 3 Monate nach Baubeginn
Inbetriebnahme: Sommer 2013
Betriebsdauer: mindestens 30 Jahre
Ziel: über 50 Jahre

 

 

Genehmigungsverfahren

Neben dem Baurecht unterliegt die Genehmigung einer Geothermie-Anlage dem Bergrecht. Entsprechend ist von öffentlicher Seite das für Schaidt zuständige Bergamt in Mainz involviert. Der Genehmigungsprozess umfasst mehrere Prüfungsstufen, wie zum Beispiel ein seismologisches Gutachten, das mögliche seismische Risiken genauestens untersucht. Während des Verfahrens erfolgt eine kontinuierliche Abstimmung – nicht nur mit dem Bergamt, sondern auch mit den zuständigen Fachbehörden (wie z.B. Wasserschutzbehörde, Naturschutz, SGD Süd, Kreisverwaltung Germersheim). In Schaidt wurde nach sorgfältiger Prüfung durch das Bergamt und die beteiligten Fachbehörden die Zulässigkeit des Vorhabens festgestellt.

Die Genehmigungen für den Bohrplatzbau und die erste Bohrung liegen vor. Anfang nächsten jahres wird der Bohrplatz gebaut, um anschließend Bohrungen durchzuführen, die dem Nachweis des Thermalsolevorkommens und der Detailplanung des Kraftwerks dienen. Nach jeder der Bohrungen gibt es einen Fördertest, bei dem Thermalsole in einer konstanten und genau kontrollierten Menge entnommen wird, um im Untergrund ein sofortiges Nachfließen zu ermöglichen. Diese Untersuchungen liefern zum Beispiel Daten über die Fließrate, Thermalwassertemperatur und -zusammensetzung, die für die genaue Auslegung und somit Planung des Kraftwerks wichtig sind.   

GeoEnergy ist an einem nachhaltigen und effizienten Betrieb der Anlage interessiert. Sicherheit ist deshalb das oberste Gebot.