Exploration/Geologie
Im Projekt Schaidt sollen in einer Tiefe von 2.300 bis 2.800 m natürlich in Bruchzonen vorhandene heiße Thermalwässer mit Temperaturen von mehr als 140 °C erschlossen werden.
Die geologisch-geophysika-lische Exploration für das Projekt wurde mit den modernsten Methoden, wie sie auch in der Kohlenwas-serstoffindustrie angewandt werden, ausgeführt. Zur Analyse der geologischen Verhältnisse im Untergrund unter Schaidt und dessen Umgebung stehen umfang-reiche Daten wie angekaufte Bohrungs- und Seismikdaten der Erdölindustrie sowie in eigenem Auftrag ausgeführte 2D-Seismik und 3D-Seismik zur Verfügung (Abbildung 1, 2D-Seismik).
Schon aus der im Jahr 2006 ausgeführten 2D-Seismik wurde erkennbar, dass im Untergrund direkt unter Schaidt in Nord-Süd-Richtung eine große Bruchzone verläuft, deren Charakter auf ein bedeutendes hydrothermales Wasservorkommen hinweist (Abbildung 1).
Die im Winter 2007/2008 ausgeführte 3D-Seismik gibt nun ein sehr genaues Bild des Untergrundes, in dem sowohl die Gesteinsschichten, als auch der räumliche Verlauf der Bruchzonen mit ihren Lagekoordinaten exakt erfasst sind (Abbildung 2).
Spezielle Analysemethoden der seismischen Daten ermöglichen es darüber hinaus, den Grad der Zerstückelung des Untergrundes und auch den räumlichen Verlauf von Brüchen sichtbar zu machen, so dass die Bohrungen mit hoher Genauigkeit in diese Zonen erhöhter Wasserdurchlässigkeit geführt werden können. Durch diese Techniken kann sichergestellt werden, dass die beiden zum Betrieb einer geothermischen Anlage erforderlichen Bohrungen gute Anbindung an das Thermalwasserreservoir haben und auch hydraulisch untereinander verbunden sind.
Diese sehr umfangreiche und detaillierte Exploration trägt sehr weitreichend zur Minimierung eventueller Projektrisiken bei (siehe auch Abschnitt Bohrungen).

