Geothermie Brühl: Projektinformation

Die GeoEnergy GmbH aus Karlsruhe plant die Errichtung einer Geothermie-Anlage in Brühl. Das 2004 gegründete Unternehmen möchte durch den Betrieb grundlastfähigen und umweltfreundlichen Strom produzieren sowie auch Wärme zur direkten Nutzung anbieten. Ein hochqualifiziertes und erfahrenes Team arbeitet an der Realisierung von über zwanzig Projekten in ganz Deutschland. Bereits 2007 wurde mit der Gemeinde Brühl Kontakt aufgenommen, um die Eignung des Standorts für eine Geothermie-Anlage zu prüfen. Nach diversen positiven Voruntersuchungen, wie z.B. der geologischen Exploration (genaue Untersuchung der Erdkruste), sicherte man sich die Baurechte an dem Grundstück am südichen Ortsrand. Im baurechtlichen Verfahren wurde bereits im November 2008 ein Antrag auf Bauvorbescheid positiv beschieden.

Fakten Geothermie-Anlage Brühl

Geothermie-Anlage

Fläche:

5.400 m² Gesamtareal
(wovon das eingehauste
Kraftwerk ca. 450 m²
benötigt)

Geplante Leistung:

5 Megawatt elektrisch
(= elektrische Leistung)
Baubeginn: 4. Quartal 2011
Bohrbeginn: ca. 3 Monate nach Baubeginn
Inbetriebnahme: Sommer 2013
Betriebsdauer: mindestens 30 Jahre
Ziel: über 50 Jahre


Genehmigungsverfahren

Neben dem Baurecht unterliegt die Genehmigung einer Geothermie-Anlage dem Bergrecht. Entsprechend ist von öffentlicher Seite das für Brühl zuständige Bergamt in Freiburg involviert. Der Genehmigungsprozess umfasst mehrere Prüfungsstufen, wie zum Beispiel ein seismologisches Gutachten, das mögliche seismische Risiken genauestens untersucht. Während des Verfahrens erfolgt eine kontinuierliche Abstimmung – nicht nur mit dem Bergamt, sondern auch mit den zuständigen Fachbehörden (wie z.B. Wasserschutzbehörde, Naturschutz, RP Karlsruhe, Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis). In Brühl wurde die Genehmigung nach sorgfältiger Prüfung durch das Bergamt erteilt.

Die Bau- und Bohrgenehmigung liegt vor. Die für den Start der Arbeiten erforderliche Freigabe des eingereichten seismologischen Gutachtens wird bis Ende des Jahres erwartet. In den folgenden drei Monaten wird dann der Bohrplatz eingerichtet, um anschließend Bohrungen durchzuführen, die der Detailplanung des Kraftwerks dienen. Nach jeder der Bohrungen gibt es einen Fördertest, bei dem Wasser in einer konstanten Menge entnommen wird, um ein Nachfließen zu ermöglichen. Diese Untersuchungen liefern zum Beispiel Daten über die Fließrate, Thermalwassertemperatur und -zusammensetzung, die für die genaue Auslegung und somit Planung des Kraftwerks wichtig sind.

GeoEnergy ist an einem nachhaltigen und effizienten Betrieb der Anlage interessiert. Sicherheit ist deshalb das oberste Gebot.